GruppeC/docs/aggregationskonzept.md

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# Aggregationskonzept
## 1. Zielsetzung und Grundannahmen
Ziel des Systems ist die dynamische und kontextsensitive Anpassung des Lernklimas im Vorlesungsraum. Objektive (physikalische/medizinische) Messwerte werden mit den subjektiven Präferenzen von Dozierenden und Studierenden aggregiert, um ein optimales Lernklima zu schaffen.
## 2. Datenerfassung & Erhebung der Nutzerpräferenzen
Die Datenerhebung teilt sich in objektive Sensordaten und subjektives Nutzerfeedback auf.
- **Initialzustand (statische Grundwerte):** Zu Beginn der Vorlesung startet das System mit einem vordefinierten Baseline-Zustand. Dieser berechnet sich aus aktuellen Wetterdaten (Außentemperatur) und festen medizinischen sowie physikalischen Richtlinien (z. B. empfohlene 21 °C Raumtemperatur, 50 % Luftfeuchtigkeit). Eventuell könnten hier gespeicherte Nutzerpräferenzen verwendet werden.
- **Dynamische Präferenzerhebung (Live-Feedback):**
- Die subjektiven Wünsche der Nutzer werden über ein Webinterface erfasst.
- Studierende und Prof können mehrmals pro Vorlesung live ihre aktuellen Präferenzen anpassen (z. B. „Mir ist zu kalt", „Bitte heller" in mehreren Stufen).
## 3. Hardware und Sensorik (Umgebungserfassung)
Das physikalische Modell misst die Raum- und Umweltwerte kontinuierlich. Die Datenübertragung an das Backend erfolgt drahtlos (z. B. per WiFi oder Bluetooth).
| Messgröße & Ort | Empfohlener Sensor (Arduino UNO) | Anschluss | Funktion im System |
|---|---|---|---|
| Temperatur & Feuchtigkeit (Innen, Richtung Fenster) | BME680 (All-in-One) | I2C | Erfasst das Innenklima zur Abgleichung mit dem Initialzustand. |
| Temperatur & Feuchtigkeit (Außen) | DHT11 oder DHT22 | Digital | Wetter-Baseline für die Heizungs-/Lüftungslogik. Ein Sensor, Mittelwert mit den Werten einer Wetter-App. |
| Luftqualität / CO2 (Innenraum) | MH-Z19 oder SCD30 | UART / I2C | Strikte Überwachung der Atemluft (medizinische Baseline). |
| Lichtverhältnisse (Tafel & Richtung Fenster) | BH1750 (Lichtsensor) | I2C | Prüft, ob die Tafel blendet oder es zu dunkel zum Schreiben ist. |
| Lärm / Lautstärke (Außen) | KY-037 (Mikrofon-Modul) | Analog/Digital | Prüft Störgeräusche von außen (z. B. Straßenverkehr). |
| (Optional) Feinstaub / Smog (Außen) | SDS011 / API-Anbindung | UART | Indikator, ob überhaupt gelüftet werden darf (Pollen/Verkehr). Empfehlung, Fenster/Türen zu schließen (z. B. bei Großbränden in der Nähe). |
## 4. Aggregationslogik & Konfliktauflösung
Definiert, wie das System reagiert, wenn Eingaben (Sensoren vs. Nutzer) kollidieren.
- **Primäre Aggregationsmethode (Durchschnitt):** Bei Parametern wie Temperatur und Licht, die auf persönlichem Empfinden basieren, wird der Durchschnitt aller Live-Eingaben aus dem Webinterface berechnet.
- **Medizinische Hard-Constraints (kein Nutzereinfluss):** Die Luftqualität (CO2) wird ausschließlich anhand medizinisch festgelegter Grenzwerte (z. B. max. 1000 ppm) optimiert. Übersteigt der Sensor diesen Wert, erzwingt das System eine Anpassung (z. B. Lüftungsanlage an / Fenster auf). Nutzer können diesen Wert nicht überschreiben – Gesundheit hat Vorrang vor Komfort.
- **Kontext-Sperren (Sensordaten-Veto):** Misst der Außen-Lärmsensor extremen Lärm, blockiert das System den Wunsch nach offenen Fenstern und signalisiert dies im Interface. Wird extremer Wind vorhergesagt, wird das Fenster maximal gekippt.
## 5. Systemarchitektur, Webinterface & Visualisierung
Messergebnisse und resultierende Raumveränderungen müssen für Nutzer transparent dargestellt werden.
- **Datenfluss:** Sensoren (Arduino UNO) ➔ drahtlose Übertragung (WiFi/Bluetooth) ➔ Backend-Logik (Berechnung der Averages) ➔ Frontend (Webinterface).
- **Nutzer-Interface:** Responsive Web-Anwendung, die während der Vorlesung aufgerufen werden kann. Zeigt aktuelle Live-Werte (Sensordaten) und bietet Slider oder Buttons zur Anpassung der Präferenzen (Temp/Licht).
- **Visualisierung (Digitaler Zwilling):** Interaktiver 3D-Raum im Browser, dessen Zustand sich live ändert.
- Fordert die Durchschnittspräferenz mehr Licht, dimmen die digitalen Lichter hoch.
- Steigt das CO2, färbt sich der Raum leicht rötlich, bis sich im 3D-Modell die Fenster öffnen und blaue „Frischluft" visualisiert wird.